Familienfreizeit Boltenhagen 2019

Auch in 2019 zog es die Selbsthilfegruppe Aphasie an die Ostsee in das Familienferiendorf Boltenhagen.Vom 27. bis zum 30. September waren 19 Teilnehmer und drei Betreuer „an Bord“. Das Motto unserer viertägigen Tour lautete „Kraft tanken – Worte finden“.

Kaum angekommen richteten sich alle in ihren gemütlichen Häusern ein und unternahmen den ersten Erkundungsgang ans Meer. Auf dem Programm standen unterschiedlichste Angebote, sowohl für Menschen mit Aphasie als auch für Angehörige.

Im großen Gemeinschaftsraum traf sich die Gruppe jeden Morgen und abends im Kreis um die Mitte, in der eine herbstliche Dekoration gestaltet war. Gedanken zum Tagesbeginn und ein gemeinsames Singen und „Ausklingenlassen des Tages“ waren Rituale, die von allen sehr gut angenommen wurden.

In der Angehörigengruppe wurde fleißig gebastelt. So entstanden Engel aus den unterschiedlichsten Materialien und Kerzenleuchter in Form von Kronen aus leeren Dosen. Nebenbei konnte nach Herzenslust geklönt und ein reger Austausch gepflegt werden. Besonders schön, war zu sehen, wie die Menschen mit Aphasie sich den Rhythmusinstrumenten und der Melodic Intonation Therapie widmeten. Ebenso fleißig studierten sie die Namen aller Teilnehmer und wurden künstlerisch tätig. Die Anfangsbuchstaben der Namen waren in Ornamenten gemalt und anschließend gerahmt.

Zwei Highlights gab es in den Tagen: Einen Besuch im Schmetterlingspark und einen Grillabend. Am Ende präsentierten alle Gruppen stolz ihre Ergebnisse und waren sich wieder einig: Kraft und Worte waren gefunden und in guter Symbiose vereint. Es waren wunderbare, intensive Tage und die Zeit ging viel zu schnell vorbei. Beim Abschied war klar, nächstes Jahr geht es mit allen an Bord wieder an die See.

Unterstützt wurde das verlängerte Wochenende von der AOK Nordwest und der IKK Nord.

Unser Betreuerteam: Kristina Struck, Frauke Böttcher und Renate Damm-Lunau

Autorin dieses Artikels: Renate Damm-Lunau