HELFEN. HEILEN. REGENERIEREN.

Akademisches Lehrkrankenhaus für
die Universität zu Lübeck

Concussion Center
Schleswig-Holstein – CCSH

Leichte Schädel-Hirn-Verletzungen im Sport
Vorbeugen – Erkennen – Behandeln

Angebote und Leistungen unseres Concussion Centers Schleswig-Holstein – CCSH:

  • Präventive Baseline-Untersuchung
  • Behandlung nach akuten Verletzungen
  • Umfassendes Beratungsangebot
  • Vortragstätigkeiten
  • Individueller Rehabilitationsplan
  • Bestimmen des Return-to-Sports

Warum den Kontakt mit dem CCSH aufnehmen?

  • Zur Verhinderung schwerwiegender Folgen wie z. B. eines seltenen, aber durchaus möglichen Second-Impact-Syndroms
  • Zur Vermeidung verlängerter Erholungszeiten
  • Zur Vorbeugung einer Symptomverschlimmerung

Präventive Baseline-Untersuchung

Die Untersuchung umfasst ein ausführliches Anamnesegespräch. Hinzu kommen verschiedene Leistungstests wie z. B. die Untersuchung von Reaktionsschnelligkeit und dem visuellen Verarbeitungstempo. Ergänzt wird dies durch eine neurologische Untersuchung und apparative elektrophysiologische Zusatzuntersuchungen. Im Falle von Verletzungen ist so ein Vergleich mit dem Zustand vor der Verletzung möglich. Idealerweise findet diese Untersuchung vor Saisonbeginn statt.

Behandlung nach akuten Verletzungen

Dies umfasst eine ambulante und ggf. auch stationäre Diagnostik von neurologischen Defiziten sowie eine ambulante oder auch stationäre neuropsychologische Therapie. Computerbasierte Therapiemethoden kommen zum Einsatz und werden bei Bedarf durch physio-, ergo- und logopädische Therapien ergänzt. Im Idealfall liegen Baseline-Daten vor, mit denen der Leistungsstand verglichen werden kann.

Es werden in Absprache mit dem Mannschaftsarzt individuelle Rehabilitationspläne erstellt und der optimale Zeitpunkt des Return-to-Sports bestimmt. Die Beratung und Betreuung läuft dabei strikt nach dem Stufenplan der VBG-Verwaltungs-Berufsgenossenschaft.

Ein erfahrenes Expertenteam

Das Team des Concussion Centers Schleswig-Holstein CCSH, Bad Malente-Gremsmühlen, besteht aus erfahrenen Neurologen, Physiotherapeuten, Neuropsychologen, Sportpsychologen und Sport-Neuropsychologen

Wir greifen auf ein großes Netzwerk aus Sportmedizinern, Sportwissenschaftlern, Orthopäden, Neurochirurgen, Radiologen und Orthoptisten zurück.

Bei Schädel-Hirn-Verletzungen richtig handeln

Das allgemeine Risiko für weitere Sportverletzungen an anderen Körperregionen erhöht sich durch eine Schädel-Hirn-Verletzung um bis zu 50%. Wiederholte, leichte Schädel-Hirn-Verletzungen erhöhen zudem deutlich die Wahrscheinlichkeit chronisch-degenerativer Prozesse im Gehirn.

Eine leichte Schädel-Hirn-Verletzung sollte nicht als Bagatellverletzung abgewertet werden, da sie im individuellen Fall schwerwiegende und langfristige Folgen mit sich bringen kann. Alle Handelnden und auch die Sportler sollten für das Thema im eigenen Interesse sensibilisiert werden.

Kopfverletzungen werden unterschätzt

In Deutschland gibt es ca. 300.000 traumatische Kopfverletzungen im Jahr, davon etwa 80 – 90% leicht. Häufig werden die leichten Schädel-Hirn-Verletzungen bagatellisierend als „Gehirnerschütterung“ bezeichnet. Stoß- und Anprallverletzungen im Kopfbereich gehören in zahlreichen Sportarten zum Alltag.

Für Sportler, Clubs und betreuende Mediziner stellen die leichten Schädel-Hirn-Verletzungen eine große Herausforderung dar. Die Diagnostik gestaltet sich häufig schwer, insbesondere in dem engen Zeitfenster am Spielfeldrand. Hier muss schnell über die mögliche Rückkehr ins Spiel entschieden werden. Offensichtliche Symptome wie Bewusstlosigkeit oder Erbrechen zeigen sich aber eher selten. Auch bei leichten Verletzungen kann es aber zu schweren, zunächst nicht offensichtlichen Schädigungen und Einschränkungen kommen.