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Akademisches Lehrkrankenhaus für
die Universität zu Lübeck

Schlaganfall

Häufig treten Schlaganfälle ohne eindeutige Ankündigung auf. Grund ist dann eine akute Minderdurchblutung in einem bestimmten Bereich des Gehirns. Sofort ist fachliche Betreuung gefragt, die Ihnen die AUGUST-BIER-KLINIK sowohl als Notfallklinik als auch als modernes Therapiezentrum umfassend bietet.

Um Angehörigen und Betroffenen präventiv oder begleitend einen genaueren Blick auf das Thema Schlaganfall zu ermöglichen, haben wir die meistgestellten Fragen mit passenden Antworten hier für Sie zusammengestellt.

Welche Risikogruppen gibt es für Schlaganfall?

Ja, generell Menschen über 55 Jahre und speziell Männer und Frauen mit Bluthochdruck, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Fettstoffwechselstörungen (erhöhtes Cholesterin), Übergewicht, dauerhafter körperlicher Überanstrengung, Gerinnungsstörungen sowie Raucher und Frauen, die die Pille nehmen.

Mehr Wissenswertes:

  • Frauen sind im Verhältnis um den Faktor 1,5 häufiger betroffen
  • Es gibt genetische Veranlagung in Familien (Vorbelastung erfragbar)
  • Bluthochdruck und zu viel Zucker führen in besonderem Maße langfristig zur Arteriosklerose („Arterienverkalkung“) in sämtlichen Gefäßen im Körper – daraus resultierend: Sauerstoff- und Zuckermangel im Gehirn und eventuell ein Schlaganfall

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Welche Symptome haben betroffene Personen?

Lähmungen, Taubheitsgefühl, Sprach- und Sehstörungen sowie Schwindel sind die Haupt-Beschwerden bei einem Schlaganfall. Wer erste kleine Anzeichen an sich oder anderen Personen feststellt, sollte sofort medizinische Betreuung aufsuchen.

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Was mache ich als erstes bei einem Schlaganfall?

Der Schlaganfall ist ein Notfall!
Bei Auftreten von akuten Lähmungen, Taubheitsgefühl, Sprach- und Sehstörungen sowie Schwindel muss der Betroffene sofort ins Krankenhaus – am besten in eine neurologische Klinik mit angeschlossener Schlaganfall-Spezialeinheit (Stroke-Unit).

Es gilt: „Zeit ist Gehirn“.
Je schneller fachgerechte medizinische Hilfe für den Patienten angewendet wird, desto höher ist die Chance auf geringere Dauerbeeinträchtigungen des Patienten nach einer eingetretenen Durchblutungsstörung bzw. Gehirnblutung.

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Was ist bei der Erst-Versorgung wichtig?

Eine schnelle Diagnose. Denn innerhalb der ersten 4 ½ Stunden nach Schlaganfall ist jede Behandlungsmöglichkeit zur Auflösung eines eventuellen Blutgerinnsels am wirksamsten.

Der Patient muss am besten direkt in die „Röhre“, heißt: eine Computertomographie oder Kernspintomographie erhalten. Ziel: sicheres Unterscheiden zwischen Hirnblutung und Durchblutungsstörung. Von diesem Ergebnis hängt die weitere Versorgung ab.

Immer auf Nummer sicher
Weitere Maßnahmen können der Einsatz von Kontrastmitteln sein zur Beurteilung schwieriger Gefäßverhältnisse, eine Ultraschall-Untersuchung zur Darstellung der hirnzuführenden und hirneigenen Gefäße oder die Gabe von Medikamenten zur Verringerung der Blutgerinnungsfähigkeit des Blutes wie Aspirin, Clopidogrel und Aggrenox. In der Nachakutphase wird bei Herz-Rhythmus-Störungen oft zusätzlich Marcumar eingesetzt.

Wichtig: Flankierend sollte immer das Herz und die Blutwerte Zucker, Cholesterin und Triglyceride genau untersucht werden.

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Wie schnell sollte mit dem Therapieren von eventuellen Beeinträchtigungen begonnen werden?

Gleich nach der Wiederherstellung des freien Blutflusses – bei Blutgerinnseln herbeigeführt durch spezielle Katheter-Technik und bei lokalen Engstellen in Gefäßen durch Drahtkörbchen (Stents) zur Erweiterung.

Es gilt, die „heiße“ Phase – bis zu 4 ½ Stunden nach Einsetzen des Schlaganfalls – möglichst optimal zu nutzen und die Rehabilitation des Patienten mit einem umfassenden Therapien-Programm, mit Elementen aus der Bewegungstherapie (Physiotherapie), Sprachtherapie (Logopädie) und Beschäftigungstherapie (Ergotherapie), einzuleiten.

Für die Nachversorgung stehen je nach Schwere der Erkrankung des Patienten, unterschiedliche Rehabilitationspakete zur Verfügung.

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Gibt es Unterschiede beim Therapieren direkt nach dem Schlaganfall?

Ja – denn die Schwere des Schlaganfalls und die körperliche Konstitution bzw. die daraus resultierenden Beeinträchtigungen des Patienten ist bei der Wahl der Therapie-Maßnahmen entscheidend.

Um dem Patienten ein Optimum an Hilfe zu bieten, werden deswegen Pakete von Fall zu Fall individuell zusammengestellt – hundertprozentig auf das Wohl und die Bedürfnisse des Betroffenen abgestimmt.

Maßnahmen für „schwerer“ Betroffene
Ist der Patient schwerer betroffen, d.h. in vollem Umfang auf pflegerische Hilfe angewiesen und überwiegend nicht in der Lage, die Aktivitäten des täglichen Lebens wie Körperpflege, Essen, Anziehen und sich fortzubewegen eigenständig durchzuführen, wird im Rahmen einer neurologischen Frührehabilitation ein Behandlungspaket angeboten, das diese grundlegenden Fähigkeiten trainiert und den Patienten aktiviert.

Schritt für Schritt wird dann versucht, in Abstimmung mit Ärzten und Therapeuten der AUGUST-BIER-KLINIK, die Körperfunktionen weiter aufzubauen.

Maßnahmen für „leicht“ Betroffene
Ist der Patient in der Lage, einige erforderlichen Dinge zur Bewältigung des Alltags selbständig durchzuführen bzw. daran mitzuarbeiten, steht für diese Patienten nach entsprechender Kostenzusage durch die Krankenkassen ein mehrwöchiges Behandlungspaket der Neurorehabilitationsphase C zur Verfügung.

Patienten können hier einige alltäglichen Verrichtungen selbständig durchführen und zusätzlich an verschiedenen Therapien aktiv teilnehmen.

Die Zuordnung der Patienten zu den verschiedenen Phasen wird von den Akutkliniken vorgenommen. Die Behandlung in der AUGUST-BIER-KLINIK wird dann gemäß der Schwere der eingetretenen Erkrankung angeboten.

35 Betten und Jahrzehnte lange Erfahrung auf den Gebieten der Neurologie und Rehabilitation stehen für diese multidisziplinäre und intensive Behandlung zurzeit in unserer Fachklinik zur Verfügung.

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Welche Versorgung bietet mir speziell die Fachklinik AUGUST-BIER-KLINIK?

Alle, die eine moderne Fachklinik für Neurologie und Rehabilitation bieten kann.

Im Überblick:

  • Neurologische Akutbehandlung
    Diagnostik und Therapie aller Erkrankungen des neurologischen Fachgebiets – auch von neurologischen, neurochirurgischen und anderen Intensivstationen sowie medikamentösen Neueinstellung bzw. Umstellung, z.B. bei Morbus Parkinson, Multiple Sklerose und andere Erkrankungen. Und natürlich auch Schlaganfall.
  • Postprimäre neurologische Frührehabilitation (Phase B)
    Übernahme der Behandlung direkt nach der Stabilisierung der lebenserhaltenden
    Grundfunktionen bei ausgedehnten Schlaganfällen, hypoxämischer Hirnschädigung
    und Schädel-Hirn-Traumata und anderen Erkrankungen des Nervensystems (auch mit Apallischem Syndrom).
    (Frühreha-Barthel-Index max. 30 Punkte bei Beginn der Behandlung)
  • Rehabilitation (Phase C)
    Behandlung von Patienten, die noch kurativmedizinische Behandlung benötigen und zur Mitarbeit bei rehabilitativen Therapien fähig sind. Durch umfangreiche ergotherapeutische, physikalische, krankengymnastische, neuropsychologische und pflegetherapeutische Maßnahmen können die meisten Patienten weiter mobilisiert werden und erreichen einen möglichst hohen Grad an Selbständigkeit bei den alltäglichen Grundfunktionen.
    (Frühreha-Barthel-Index 30 – max. 80 Punkte)
  • Rehabilitation (Phase D)
    Behandlung von Patienten, die weitestgehend selbständig die Aktivitäten des täglichen Lebens (wie z. B. Essen, Umkleiden, Körperreinigung, Darm- und Harnentleerung etc.) durchführen können. Durch intensive therapeutische Maßnahmen werden bestehende Behinderungen gemindert und Fehlhaltungen bzw. das Angewöhnen von fehlerhaften Bewegungsabläufen weitestgehend vermieden. Intensives neuropsychologisches Training komplettiert das Therapiespektrum.

Ziel der Phase D-Rehabilitation jüngerer Patienten ist die Wiedereingliederung in das Berufsleben.

(Frühreha-Barthel-Index 80 – 100 Punkte)

 

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Finde ich in der Fachklinik AUGUST-BIER-KLINIK eigentlich alle modernen Therapie-Möglichkeiten unter einem Dach?

Ja, ob ambulante oder stationäre Pflege, Krankengymnastik, Ergotherapie, Logopädie, Psycho- oder Neuropsychlogie – die AUGUST-BIER-KLINIK bietet modernste Pflege- und Behandlungs-Konzepte in allen Bereichen sowie ein hoch kompetentes Mitarbeiter-Team (von der Leitung bis zur Pflegekraft) und eine sich technologisch immer auf Höhe der Zeit befindende Klinikausstattung. Vom computerbasierten Armtrainer bis zum Messgerät für Schlafapnoescreening.

Im Überblick:

  • Pflegedienst |mehr|
  • Krankengymnastik und Physikalische Therapie |mehr|
  • Ergotherapie |mehr|
  • Logopädie |mehr|
  • Psychologie/Neuropsychologie |mehr|

Zusätzliche Angebote:

Patienten- und Angehörigenberatung
(6-wöchig stattfindender Informationsnachmittag für Angehörige von Schlaganfallpatienten)

Angehörigenseminar
(alle 14 Tage Angehörigenseminar der Wachkomapatienten)

 

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